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Deformationsanalyse
Deformationsanalysen
Am Anfang einer Deformationsanalyse gilt es gewissenhaft zu prüfen, welche Maßnahmen sinnvoll sind, um die benötigten Daten zu erheben. Nicht in jedem Fall ist es notwendig oder sinnvoll ganze Gebäudekomplexe mittels hoch aufgelösten Laserscans zu erfassen. Vielmehr sollte vorab ein genaues Ziel der Maßnahmen festgelegt werden. Welche Erkenntnisse sollen durch die Auswertung der Daten gewonnen werden? Welche Informationen werden in welchen Dateiformaten benötigt? Wie werden die Daten möglichst unabhängig von spezieller Software übergeben und archiviert? Wie müssen die Daten für die Zielstellung aufbereitet, visualisiert oder ausgegeben werden? Allzuoft wird vorschnell ein Laserscan in Auftrag gegeben der dann als Ergebnis ein 3D Modell des Gebäudes liefert, meist nur mit spezieller Viewersoftware zu betrachten, dass außer dem schönen Bildschirmspaß keinem etwas nützt. Um z.B. für eine Sanierung aussagekräftige Daten zu erhalten, sind Dinge wie Punktdichte, Meßgenauigkeit oder auch Abschattungen am Objekt von erheblicher Bedeutung. Nicht zuletzt muß auch beachtet werden, ob über die Geometrieinformationen hinaus auch noch andere Daten wichtig sind. Werden beispielsweise auch Informationen zur optischen Beschaffenheit der Oberflächen gebraucht, führt meist kein Weg an hochauflösenden Meßbildern vorbei. Oft scheint der Eindruck zu entstehen mit einem Laserscan auf alle weiteren Maßnahmen verzichten zu können. In vielen Situationen ist aber erst eine Kombination aus verschiedenen Abbildungsverfahren zielführend. Wenn nun also mit einiger Vorbereitung gescannt wird, erhält man als Ergebnis zunächst eine Punktewolke. Deformationsanalyse Die Punktewolke gibt jedoch nicht so ohne weiteres ihre Informationen preis. Jetzt gilt es mit der geeigneten Software und dem Sachverstand des Bedieners aus dem Punktehaufen einige strukturierte Informationen zu entlocken. So können zum Beispiel Farbintensitäten mit definierten Abständen korreliert werden. Eine weitere mögliche Auswertevariante ist eine farbcodierte Einfärbung der Punkte anhand eines Abstandswertes zu einer festlegbaren Ebene oder in absoluten Koordinaten. Das Beispiel zeigt einen Ausschnitt, wobei jeder Farbstufe ein Wert von 1 cm zugeordnet ist. Die Einfärbung Von Rot nach Blau im Bild entspricht einer Gesamtverformung von 11 cm. Genausogut können natürlich auch alle Punkte die einen gewissen Schwellwert überschreiten eingefärbt werden. Werden die Deformationsbilder transparent über hochaufgelöste Fassadenbilder gelegt, entstehen besonders anschauliche Ergebnisse. Durch Segmentierung und Separierung können beliebige Grundriss- oder Schnittpläne erzeugt werden.
Schadenskartierung Um die gescannte Oberfläche gut darstellen und visualisieren zu können, kann man die Punkte der Wolke durch Triangulation in ein digitales Oberflächenmodell überführen. Dabei können die entstandenen Dreiecke dann farblich gefüllt oder auch mit den orientierten hochaufgelösten Meßbildern texturiert werden, was einen besonders realistischen Eindruck ergibt. Die triangulierten Oberflächenmodelle können auch in verschiedenen Renderprogrammen weiterverarbeitet werden. Hierbei ist aber auf Glättungs- und Anpassungfunktionen zu achten, die zwar ein optisch ansprechendes Ergebnis liefern, jedoch die ursprüngliche Messung verfälschen. Die Daten können auch zu einem digitalen Volumenmodell weiterverarbeitet werden, welches in den gängigen CAD Programmen verwendet werden kann. Die Komplexität des Volumenmodells läßt sich durch vereinfachen der Geometrie steuern, wodurch relativ einfache Modelle für die schnelle Weiterverarbeitung erzeugbar sind.
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