Schadenskartierung, Maßnahmenkartierung, Massenauswertung
Schadenskartierungen stellen ein wichtiges Verfahren zur Darstellung verschiedenster Schadbilder dar. Oft werden Schadenskartierungen nur als optische Zugabe belächelt.
Wir erstellen Schadenskartierungen als elektronische Kartierungen im entzerrten Meßbild oder in anderen aufgearbeiteten Planunterlagen. Nur so wird die Schadenskartierung
effektiv. Dabei werden aber nicht nur verschiedene Schäden unterschiedlich dargestellt, sondern auch jede Menge zusätzlicher Daten erfaßt und Werte berechnet. So erhält
z.B. jedes gezeichnete Element einen eindeutigen Index, der über die gesamte Lebensdauer des Elementes unveränderbar bleibt und so für eine eindeutige Identifizierung
sowohl in der Ausführungsplanung, während der Ausführung als auch bei der Rechnungsprüfung sorgt.
Wenn die Schadenskartierung in maßstäblich entzerrten Meßbildern erfolgt, werden natürlich automatisch alle relevanten Geometriedaten erfaßt (Fläche, Länge, Maße des
kleinsten umschreibenden Rechteckes usw). Dabei werden selbtverständlich auch gleich Summen gebildet und die Anzahl der Elemente erfaßt. Alternativ ist aber auch
eine manuelle Maßeingabe möglich, was dann z.B. auch Volumenberechnungen ermöglicht.
Gleizeitig hat man auch durch vielfältige Möglichkeiten zur Datenauswertung schnell einen Überblick über die Summen der Mengen, wenn Einzelpreise hinterlegt sind sogar über
die Kostenentwicklung. Übergibt man die Kartierung in einem standardisierten Austauschformat (z.B. DWG), ergibt sich für den Bauherrn vor Ausführung die Möglichkeit,
Änderungen oder Ergänzungen vorzunehmen. Die so entstandene Schadenskartierung wird dann in baustellentauglichen Formaten ausgegeben und zur Ausführung freigegeben. Der
Massenexport aus der Schadenskartierung dient als Grundlage für die Abrechnung und als Aufmaß. Diese Vorgehensweise bewahrt alle Beteiligten vor bösen Überraschungen und
ist für alle transparent. Auch bei einer späteren Prüfung durch Dritte ist durch die zahlenmäßige und visuelle Erfassung und Zuordnung aller durchgeführten Maßnahmen
auch für Außenstehende eine sichere Nachvollziehbarkeit gewährleistet. So ist auch in Streitfällen die Schadenskartierung ein sinnvolles Mittel zur Beweisführung.
Besonders beim Einsatz von Meßbildern können nicht nur die Schäden und Maßnahmen schneller erfaßt werden, es läßt sich auch sehr gut der Vorzustand der zu bearbeitenden
Bereiche ablesen, was bei der Beurteilung des Sanierungserfolges immer wieder ein Steitpunkt ist. Für angrenzende Bauteile und Bereiche ist auf den Meßbildern eine
eventuelle Beeinträchtigung vor den auszuführenden Arbeiten ablesbar. Anderenfalls werden aber auch durch Bildvergleiche, Bereiche die keiner Überarbeitung bedürfen,
erkannt.
Die Visualisierung von Bauphasen ist ein weiterer Anwendungsfall für die Schadenskartierung. Denn im Verlauf der Schadenskartierung oder im Nachhinein können den Schäden
oder auch den Bauteilen und Abschnitten Zeit-Datenfelder zugewiesen werden, deren Auswertung einen detailierten Bauphasenplan ergeben. Genauso können aber auch nur
Bauteilgruppen oder ganze Gebäudeteile einer Bauphase zugewiesen werden. Das Eintragen von Bemerkungen z.B. über eventuelle Zweifel bei der Zuordnung sind möglich.
Aber nicht nur bei Schadenskartierungen im Meßbild, sondern auch bei gewissenhaft ausgeführten Schadenskartierungen in digitalen Planunterlagen lassen sich Vorschäden
oder auch die Lage von Bauteilen und deren eventuell vorhandenen Schäden nachweisen. Hier müssen allerdings, wegen der oft fehlenden Detailgenauigkeit der Planunterlagen,
Abstriche bei der Lagegenauigkeit und den tatsächlichen Dimensionen gemacht werden, da nur die ungefähre Lage und Dimension der Schäden erfaßt werden
kann. Durch die manuelle Eingabe der tatsächlich gemessenen Maße, wird auch hier eine genaue Auswertung möglich.
Besonders für unregelmäßige oder komplexe Bauwerke und große Schadensmengen sollten Schadenskartierungen im Meßbild der Vorzug gegeben werden.
Die für die Schadenskartierung aufgebrachte Zeit und das damit verbundene Honorar wiegen die ansonsten fast schon vorprogrammierten Auseinandersetzungen über Aufmaße,
Leistungsabgrenzungen oder Vorschäden bei Weitem auf! Von Anfang an konsequent durchgeführte Schadenskartierungen sparen allen Beteiligten letztendlich Zeit, Geld und
Nerven.
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